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Hühneraugen

Kennen Sie das? Ein stechender Schmerz bohrt sich bei jedem Schritt und Tritt tief in den Zeh oder die Fußsohle? Beim Betrachten der betreffenden Hautstelle stellen Sie fest: Hier hat sich eine runde Verhornung mit einem Keil in der Mitte gebildet: Ein Hühnerauge. Erfahren Sie hier, wie Sie Hühneraugen selbst behandeln und in welchen Fällen Sie einen Arzt aufsuchen sollten.

Was sind Hühneraugen? 

Bei einem Hühnerauge handelt es sich um eine runde Verhornung einer Hautstelle. Häufig tritt diese unmittelbar über einem Knochen auf. In der Mitte der Rundung befindet sich eine nach innen gerichtete Verhärtung, der sogenannte Sporn. Hühneraugen werden auch Hornaugen, Krähenaugen oder Leichdorn genannt. Ihren Namen hat die schmerzhafte Hornhaut, da das Aussehen an das Auge eines Vogels erinnert. Hühneraugen können sowohl an Füssen als auch an den Händen auftreten. Sechs verschiedene Arten Hühneraugen werden unterschieden. Sie sind definiert nach ihrer Härte, dem Entstehungsort und ihrem Aufbau.

  • Weiche Hühneraugen (Clavus mollis) entstehen oftmals zwischen den Zehen.
  • Harte Hühneraugen (Clavus durus) sind an der Fusssohle oder an der Oberseite der Zehen zu finden.
  • Hühneraugen unter einem Zehennagel werden als Clavus subungalis bezeichnet.
  • Clavus neurofibrosus ist ein sehr tiefes vernarbtes Hühnerauge durchzogen von Nervenfasern.
  • Hühneraugen mit weissem Rand und einem darunterliegenden Bluterguss heissen Clavus papillari.
  • Ein mit Blutgefässen durchzogenes Hühnerauge heisst Clavus neurovascularis.

Wie entstehen Hühneraugen?

Ein Hühnerauge kann entstehen, wenn eine entsprechende Hautstelle Druck oder Reibung ausgesetzt ist. Die häufigste Ursache dafür ist zu enges Schuhwerk. Die Haut reagiert mit einem Schutzmechanismus und bildet die harte und schützende Hornhaut. Da diese immer weiter wächst, richtet sie sich irgendwann nach innen.
Auch Fehlstellungen der Füsse oder Zehen (z.B. Hallux valgus) können das Entstehen von Hühneraugen begünstigen. In der Regel bilden sich zunächst Hornhaut und Hornhautschwielen. Werden diese nicht sachgemäss entfernt, kann sich ein Hühnerauge daraus entwickeln.
 

Schnelle Schmerzlinderung bei Hühneraugen

Ein Symptom ist der starke lokale Schmerz, der tief in die Haut eindringt. Der Keratindorn kann tief ins Gewebe wachsen und ist die Ursache für Schmerzen beim Laufen an der betroffenen Stelle. Erste Hilfe bei schmerzenden Hühneraugen erfahren Sie durch die Linderung des Drucks. Dabei kann schon ein einfaches wattiertes Pflaster zur sofortigen Schmerzlinderung dienen. Auch sogenannte Druckschutzpflaster oder Druckschutzringe können helfen.
 

Hühneraugen behandeln und entfernen

Ist ein schmerzhaftes Hühnerauge an Fuss oder Hand entstanden, bleibt nur noch eine Frage: Was hilft gegen Hühneraugen? Es gibt verschiedene medizinische Möglichkeiten und Hausmittel, um Hühneraugen zu entfernen. Klassischerweise wird die verhornte Haut mittels Salicylsäure aufgeweicht und abgetragen.

Kleine Hühneraugen mit Hühneraugenmittel selbst entfernen

Hat das Hühnerauge noch keinen tiefen Dorn entwickelt, kann man es oftmals noch selbst mit dem gezielten Einsatz von Anti-Hühneraugen Mitteln entfernen. Dafür gibt es spezielle Hühneraugenentferner, die in Form von Salbe oder Tinktur auf die Stelle aufgetragen werden. Sie beinhalten hornlösende Wirkstoffe, z.B. Salicylsäure, Harnstoff oder Fruchtsäure. Vor der Anwendung empfiehlt es sich ein Fussbad zu machen, um die Haut aufzuweichen und so die Wirkung zu maximieren. Anschliessend tragen Sie das Produkt nach Anleitung der Packungsbeilage auf das Hühnerauge auf. In der Regel sind ein paar Anwendung nötig, bis das Hühnerauge vollständig entfernt ist. Nach einer Weile wird sich das Hühnerauge nach einem warmen Fussbad durch leichtes Reiben mit der Hand entfernen lassen.

Hühneraugenpflaster zum Entfernen von Hühneraugen

Ganz bequem können Sie Hühneraugen selbst mit einem Hühneraugenpflaster (z.B. Compeed, Scholl) entfernen. Dieses kleben Sie nach Anleitung der Packungsbeilage auf die entsprechende Stelle und lassen es dort einige Tage (in der Regel zwei bis vier Tage je nach Produkt). Die enthaltene Salicylsäure weicht die Hornhaut auf. Nehmen Sie das Pflaster ab, können Sie die aufgeweichte Hornhaut leicht mit einem Bimsstein oder der Hand entfernen. Die Anwendung wiederholen Sie, indem Sie ein neues Pflaster anlegen, bis die Hornhaut komplett abgetragen ist. Nutzen Sie jedoch keine spitzen Gegenstände, um das Hühnerauge zu entfernen. Achtung: Prüfen Sie regelmässig den richtigen Sitz des Hornhautpflasters. Beim Verrutschen können gesunde Hautstellen angegriffen werden.

Die besten Hausmittel gegen Hühneraugen

Wer beim Entfernen von Hühneraugen auf Hausmittel setzen möchte, greift zu regelmässigen warmen Fussbädern mit Kernseife oder Teebaumöl. Weichen Sie den betroffenen Fuss hierin einige Minuten ein. Anschliessend kann die weiche Hornhaut leicht entfernt werden. Wiederholen Sie die Behandlung so oft wie nötig. Nach und nach können Sie so die schmerzhafte Stelle entfernen. Diese Methode verlangt etwas Geduld und ist daher bei kleinen und wenig schmerzhaften Hühneraugen empfehlenswert.

Hühneraugen vom Arzt entfernen lassen

Mit einem Hühnerauge sollten Sie einen Arzt oder eine medizinische Fusspflege aufsuchen, wenn es sehr tief, grossflächig oder immer wiederkehrend ist. Auch mit hartnäckigen Hühneraugen sollten Sie einen Fachmann konsultieren. Der Arzt wird das Hühnerauge und den Keratindorn mit einem Skalpell herausschneiden. Dafür wird die betroffene Stelle zunächst in einem warmen Bad aufgeweicht. Anschliessend kann der Arzt die Hornhautschichten abtragen. Bei besonders tiefen Hühneraugen sind unter Umständen mehrere Operationen nötig. Achtung: Sie sollten ein Hühnerauge keinesfalls selbst mit einem scharfen Gegenständen versuchen zu entfernen oder herauszuschneiden! Dadurch riskieren Sie eine Infektion.
 

Nach der Hühneraugen-Behandlung: Füsse entlasten

Konnten Sie ein Hühnerauge erfolgreich entfernen oder wurde es operativ entfernt, ist es wichtig den Fuss in Zukunft zu entlasten und das erneute Entstehen zu verhindern. Ist die Stelle noch schmerzhaft, schützen Sie sie mit Hühneraugenringen oder Druckpflastern (z.B. Gehwohl). Die Schaumstoffringe nehmen den Druck und die Reibung beim Laufen. Achten Sie zukünftig auf richtig sitzende Schuhe.
 

Hühneraugen vorbeugen

Wer seine Füsse und betroffene Hautstellen richtig pflegt, kann der Entstehung von Hühneraugen auf Dauer vorbeugen. Wichtig ist es dabei vor allem, falsches Schuhwerk zu vermeiden. Es dürfen weder Druck noch Reibung entstehen. Enge Schuhe in Verbindung mit trockener Haut ist oft die Ursache für Hornhaut und Hühneraugen. Regelmässige Behandlungen der Füsse mit Fussbäder, Peelings und reichhaltiger Creme machen die Haut weich und geschmeidig. So entsteht weniger Hornhaut. Entfernen Sie ausserdem regelmässig Verhornung vorsichtig. Ihren Füssen tun Sie auch etwas Gutes, wenn Sie häufig barfuss laufen. Wichtig ist es, die Füsse anschliessend mit reichhaltiger Creme einzucremen. Wer anfällig ist für Hühneraugen und andere Hornhautverdickungen, ist gut beraten, sich regelmässig von einem Podologen behandeln zu lassen und medizinische Fusspflege zu geniessen. Sind Hühneraugen aufgrund von einer Fehlstellung entstanden, lassen Sie sich beraten und tragen in Zukunft orthopädische Einlagen. Ein Schuh darf beim Laufen auf keinen Fall drücken.
 


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