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Achtung: Zecken

Im Frühling zieht es viele wieder nach draussen. Doch Vorsicht: Auch Zecken geniessen die warmen Temperaturen.
Die Gefahr, von einer Zecke als Mahlzeit auserkoren zu werden, hängt davon ab, wie lange und wo man sich im Freien aufhält. Potenziell können Zecken dann gefürchtete Krankheiten übertragen. Daher ist es wichtig, sie schnell zu entfernen.

Untersuchen Sie sich stets auf Zecken

Planen Sie einen Aufenthalt im Wald oder auf einer Wiese, ist es sinnvoll, sich zuvor mit einem Anti-Zeckenschutz einzucremen oder einzusprühen. Anschliessend sollten Sie sich gründlich auf Zecken untersuchen. In der Regel beissen die kleinen Biester nicht sofort zu, sondern warten in den Haare oder der Kleidung auf einen geeigneten Moment. Durch das Absuchen nach Zecken, können Sie eventuell das Zubeissen noch verhindern.

Hat die Zecke schon zugebissen, sollten Sie sie schnellstmöglich entfernen. Dazu gibt es spezielle Pinzetten oder Zeckenkarten. Versuchen Sie, die Zecke im Ganzen zu lösen und nicht den Kopf abzureissen. Suchen Sie im Zweifel einen Arzt auf.

Nach einem Zeckenbiss sollten Sie die Stelle beobachten und beim Auftreten einer Wanderröte ebenfalls einen Arzt aufsuchen.

Wer wird wo gestochen?

Dabei müssen sich nicht alle Personen gleich viele Sorgen über eine Ansteckung machen, denn die Zecken suchen sich ihre Opfer gezielt aus. Wie sie dies entscheiden, ist bisher allerdings noch unklar.

Besonders im April und Mai sind sie aktiv. Bevorzugt verstecken sie sich in Wäldern und Wiesen mit hohen Grashalmen. Auf einem Quadratmeter können bis zu 20 Zecken sitzen, d.h. in der gesamten Schweiz gibt es Millionen von ihnen.

Gefährlich wird es, wenn man durch die Zecken mit Lyme-Borreliose (oder kurz: Borreliose) oder der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infiziert wird.

Hirnhautentzündung

Jedes dritte Tier trägt den Lyme-Borreliose-Erreger in sich, der zu Müdigkeit, Gelenkschmerzen und Übelkeit führt. Hier gilt die gesamte Schweiz als Risikogebiet. (Karte: Risikogebiete Lyme-Borreliose)

Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis ist das Ansteckungsrisiko etwas geringer: hier gilt ausser dem Tessin die gesamte Schweiz als Risikogebiet, jedoch trägt nur etwa jede 1000. Zecke das Virus in sich. Aber: In den Hochrisikogebieten Schaffhausen (ganzer Kanton), Sihltal sowie den Gebieten rund um Winterthur und Rapperswil, wo jede 100. Zecke infiziert ist. (Karte: Risikogebiete FSME)

Bei etwa 10% der infizierten Personen führt die FSME zu einer gefährlichen Hirnhaut- oder Rückenmarkentzündung, wovon wiederum 20-30% mit einer Invalidität oder Teilinvalidität endet. Das Sterblichkeitsrisiko ist mit unter einem Prozent verschwindend gering.

Empfehlung Impfung

Im Gegensatz zur Lyme-Borreliose kann die Frühsommer-Meningoenzephalitis nicht mit Antibiotika behandelt werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, sich gegen das FSME-Virus impfen zu lassen. Trotzdem ist in der Schweiz nur ein geringer Teil der Bevölkerung geimpft.

Zeckenschutzmittel?

Neben der Impfung schützen vor allem lange Hosen und lange Oberteile vor den Spinnentieren. Ausserdem sollte der Körper nach dem Duschen mit einem Handtuch kräftig abgerubbelt werden, damit die Tiere von der Haut ablassen. Als zusätzlichen Schutz sind diverse Produkte erhältlich, die die Zecken abhalten sollen.

Informationsquellen

Weitere hilfreiche Informationen finden Sie unter:

http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01069/?lang=de (FSME)

http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01017/index.html?lang=de (Lyme)


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